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Wie verbindet man zwei PCs mit Netzwerkkarten und Koaxialkabel?

Die Verbindung zweier PCs mit Hilfe von Netzwerkkarten und Koaxialkabel (auch abgekürzt BNC genannt) ist die einfachste und vorerst noch billigste Methode, ein echtes Netzwerk zwischen zwei oder mehreren Rechnern einzurichten. Netzwerkkarten, die an ein Koaxialkabel angeschlossen werden können, sind ziemlich billig. Es gibt für Notebooks auch Netzwerkkarten, die in den PCMCIA-Schacht gesteckt werden können. Dies macht die Installation besonders einfach. In einen Desktop-PC ohne PCMCIA-Schacht können Erweiterungskarten nur nach Öffnen des Gehäuses eingebaut werden. Dazu muss der PC selbst ausgeschaltet werden. Eventuell angeschlossene Geräte müssen ebenfalls ausgeschaltet und abgekoppelt werden. In diesem Fall immer den Netzstecker ziehen und alle andern Kabel entfernen! Das Gehäuse lässt sich meist sehr einfach mit wenigen Schrauben öffnen. Bei der Arbeit im Innern ist jedoch Vorsicht geboten. Viele der kleinen Teile können unter Druck leicht brechen, zudem bedroht statische Elektrizität der Hände oder auch von Werkzeugen die elektronischen Bauteile. Mindestens muss man daher vorher das Gehäuse anfassen, um statische Ladung abzuleiten. Noch besser geht es mit Erdungsarmband und antistatischer Arbeitsunterlage, was sich jedoch nur lohnt, wenn öfter im Innern des PC gearbeitet wird. Eine Erweiterungskarte wird in einen freien Erweiterungssteckplatz gesteckt. Diese Steckplätze sind leicht erkennbar. An den freien Plätzen ist jeweils eine Blech-Blende angeschraubt, die die Öffnung im Gehäuse nach aussen verschliesst. Diese muss losgeschraubt und entfernt werden, danach kann die Erweiterungskarte mit sanftem Druck eingesteckt und wie die Blech-Blende angeschraubt werden. Nach dem Schliessen und Verschrauben des Gehäuses ist die ganze Arbeit schon getan. Falls später die neu eingebauten Netzwerkkarten nicht funktionieren sollten oder wenn unerklärliche Fehler auftreten sollten, so kann es unter Umständen daran liegen, wie die Erweiterungskarten auf die Steckplätze verteilt sind. Ein allgemeines Rezept gibt es dafür nicht, durch Umstecken einer Netzwerkkarte in einen anderen freien Erweiterungssteckplatz kann sich das Problem jedoch ohne weiteres in Luft auflösen. Auch die Vergabe von Interrupts kann durch die Verteilung auf die Erweiterungssteckplätze geringfügig beeinflusst werden. An die eingebauten Netzwerkkarten kann nun das Koaxialkabel angeschlossen werden. Der Anschluss erfolgt immer mit einem T-Stück, das eben wie der Buchstabe T geformt ist. Das mittlere »Bein« kommt in den Anschluss der Netzwerkkarte, die beiden anderen »Beine« dienen dem Anschluss des Kabels. Jeweils an den Enden des Kabels muss ein Widerstand angebracht werden. Solche Endwiderstände gibt es meist mit dem Kabel zusammen, auf alle Fälle sind sie in sog. Starter-Kits, die zwei Netzwerkkarten und die passenden Anschlussstücke samt Kabel umfassen, inbegriffen. Diese Endwiderstände dürfen nicht fehlen, denn sie verhindern störende Signalreflexionen im Kabel. Wenn nur zwei Rechner verbunden werden, dann kommt also in das eine »Bein« des T-Stücks ein Widerstand, in das andere das Kabel. Damit sind die Arbeiten zur Installation bereits abgeschlossen.


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Axel Mueller 2002-01-01