Alle modernen Betriebssysteme unterstützen Netzwerkfunktionen, daher braucht es keine besonderen Programme. Zunächst müssen die Treiber der Karten installiert werden. Bei vielen Karten findet Windows 9x selbst einen passenden Treiber und lädt ihn beim ersten Start nach dem Einbau der Karten. Wenn Windows die Karten nicht selbst findet, genügt es meistens, neue Hardware suchen zu lassen, was in der Systemsteuerung unter Hardware ausgelöst werden kann. Die meisten Karten werden aber auch werkseitig mit einem Treiber des Kartenherstellers versehen, der meistens auch besser passt als der Windows-Treiber oder neuere Funktionen bietet. Es empfiehlt sich daher, diesen Treiber zu verwenden. Im Internet bieten viele Firmen stets aktuelle Treiberversionen an, und es lohnt sich, dort nach einem neueren Treiber zu suchen. Sobald der Treiber installiert ist, kann die Karte arbeiten. Nun müssen nur noch die Netzwerkkomponenten des Betriebssystems installiert werden. Das sind einmal die Netzwerkumgebung, die für alle Netzwerktypen identisch ist, sodann die Freigabe für Laufwerke und Drucker, schliesslich das Netzwerkprotokoll. Bei zwei Rechnern genügt das einfache Protokoll NetBEUI, mit dem IPX/SPX-Protokoll lassen sich auch grössere Netzwerke betreiben. Es genügt nicht, diese Protokolle zu installieren, es muss auch sichergestellt sein, dass sie an die Netzwerkkarten gebunden sind, was sich unter Systemsteuerung/Netzwerk prüfen lässt. Beide Rechner benötigen nun noch einen Netzwerknamen, der nicht beide Male derselbe sein darf, und müssen der gleichen Workgroup (Arbeitsgruppe) zugeordnet sein. Sobald nun auf einem Rechner ein Ordner freigegeben wurde, kann der andere Rechner darauf zugreifen. Das geschieht mit den üblichen Desktop-Funktionen, nur dass nicht von der Harddisk gelesen wird, sondern über das Netzwerkkabel.