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Wie verbindet man zwei PCs mit Netzwerkkarten und Crossover-Kabel?

Grundsätzlich erfolgt die Verbindung gleich wie bei einem Koaxialkabel: Zunächst müssen die beiden Netzwerkkarten eingebaut werden, sie müssen ggf. auf die richtigen Interrupts eingestellt werden und benötigen einen passenden Treiber. Die Verbindung erfolgt nun jedoch über ein gekreuztes Kabel, ähnlich wie beim seriellen Null-Modem-Kabel oder beim parallelen Verbindungskabel beschrieben, nur dass das Crossover-Netzwerkkabel sehr viel schneller ist. Es gibt davon zwei Ausführungen, die Kabel der sog. Cat 3, die bis zu 10 Mbit/sek übertragen können, und die Kabel der Cat 5, die bis zu 100 Mbit/sek übertragen können. Kabel der Cat 3 sind heute kaum mehr im Verkauf anzutreffen, meist werden Cat 5-Kabel angeboten. Die Stecker beider Arten Kabel gleichen den sog. »Western-Steckern« (auch RJ-45), wie sie an Telephonen zu finden sind, nämlich bei den ISDN-Kabeln oder auch bei den Verbindungskabeln zwischen Hörer und Gerät. Diese Stecker lassen sich nicht verkehrt herum einstecken, an ihrer Unterseite haben sie eine Lasche, die durch eine Feder nach aussen gedrückt wird und einen Sporn in einer Halterung einrasten lässt. Zum Entfernen muss die Lasche gedrückt werden, sonst hält der Stecker fest in der Dose. Neben dem Crossover-Kabel ist auch die Art der Netzwerkkarten verschieden: Es gibt Netzwerkkarten mit Anschlüssen sowohl für Koaxialkabel als auch für die erwähnten Kabel Cat 3 und Cat 5 mit den Western-Steckern (unter der Bezeichnung RJ-45 laufend). Andere Netzwerkkarten haben nur einen einzigen Anschluss-Typ. Dazu kommt noch, welche Geschwindigkeiten die Karten unterstützen: Karten mit nur einem Koaxial-Anschluss unterstützen nur Geschwindigkeiten von maximal 10 Mbit/sek, denn mehr ist über Koaxialkabel nicht möglich. Karten mit beiden Anschluss-Typen können sowohl 10 als auch 100 Mbit/sek unterstützen, dann sind sie für jede denkbare Verbindung geeignet, oder aber sie unterstützen nur 10 Mbit/sek. Karten, die nur Anschlüsse für Crossover-Kabel mit RJ-45-Steckern besitzen, können ebenfalls beide Geschwindigkeiten oder aber nur 10 Mbit/sek unterstützen. Nun genügen für die meisten Zwecke bei der Verbindung von bloss zwei Rechnern 10 Mbit/sek zwar, doch geht die Entwicklung hin zu 100 Mbit/sek. Um allerdings diese Geschwindigkeit erreichen zu können, müssen Karten mit RJ-45- (Western-) Anschlüssen und Crossover-Kabel Cat 5 vorhanden sein, und beide Karten müssen auch die Geschwindigkeit 100 Mbit/sek unterstützen. Besteht die Aussicht, dass das Netzwerk später erweitert werden soll, z. B. um einen Drucker unmittelbar ans Netzwerk anzubinden, so ist es sinnvoll, von Anfang an die schnellere Lösung zu wählen, da diese leicht erweitert werden kann. Mit Netzwerkkarten, die beide Anschluss-Typen und zugleich beide Geschwindigkeiten unterstützen, fährt man natürlich bei wechselnden Bedürfnissen oder in wechselnden Umgebungen am besten. Doch bei einem stationären Netzwerk ist eine solche Allzweck-Karte eher zu teuer, da ja eben doch eine gleichmässige Verbindungskonstruktion vorliegen dürfte. Bei Notebooks hingegen, die im heimischen Netzwerk, aber auch in der Firma angeschlossen werden und vielleicht auch einmal bei Bekannten angebunden werden sollten, kann sich eine Allzweck-Karte durchaus lohnen. Übrigens gibt es alle Typen Netzwerkkarten auch in PCMCIA-Ausführung für den Erweiterungsschacht des Notebooks.


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Axel Mueller 2002-01-01