Die einfachste Methode besteht darin, eine grössere Datei zu übertragen und die Zeit zu stoppen. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, müssen die Dateien mindestens mehrere MegaByte gross sein, am besten einige hundert (Da Festplatten heute meist in Partitionen von 1 bis 2 GigaByte aufgeteilt und auch meistens nicht gerade leer sind, dürften etwa 200 bis 800 MB sinnvoll sein, da die Dateien auch auf einem Laufwerk Platz haben müssen. Mit einfachen Programmen, die sich auch selbst schreiben lassen, können Dateien der gewünschten Grösse aus Zufallsdaten gebildet werden.), und der Test sollte mehrfach in beiden Übertragungsrichtungen durchgeführt werden. Je schneller die Verbindung, desto grösser muss die Testdatei sein, denn wenn z. B. eine Datei von 1MB Grösse in 0.5sek übertragen wird, kann man in dieser Zeit noch nicht einmal die Stoppuhr bedienen! Daneben gibt es Programme zur Datenübertragung, die auch jeweils die Geschwindigkeit anzeigen. Darüberhinaus enthalten Netzwerkbetriebssysteme und Hilfsprogramme zur Netzwerkverwaltung auch Komponenten, die ausgedehntere Analysen ermöglichen. Vorsicht bei Geschwindigkeitsrechnungen! Wenn es heisst, eine Verbindung laufe mit maximal 100 Kilobyte/sek, aber man errechnet bloss einen Wert von 90KB/s aus dem Testergebnis, dann liegt kein Fehler vor. Denn 100KB/s sind die technisch mögliche Leistung, doch da zur Steuerung und zur Prüfung, ob Fehler aufgetreten oder die Daten wirklich angekommen sind, zusätzliche Informationen übertragen werden müssen, sinkt die Geschwindigkeit der reinen Datenübertragung entsprechend ab. Wenn also 100Kilobyte übertragen werden sollen, dann werden tatsächlich vielleicht 110KB übertragen, weil noch ca. 10KB an Steuer- und Prüfinformationen hinzukommen, die zur Steuerung und Sicherung der Verbindung nötig sind. Der Anteil dieser Steuer- und Prüfinformation hängt davon ab, welches Protokoll verwendet wird.