Ein Server ist ein Rechner, der als eine Art zentrale Stelle im Netzwerk allen andern Rechnern bestimmte Dienste anbietet. In grossen Netzwerken können auch mehrere Server mit teilweise verschiedenen Funktionen vorkommen. In solchen grossen Netzwerken gibt es meist einen Server, der den angeschlossenen Rechnern Steuerinformationen wie die Zuteilung von TCP/IP-Adressen, Benutzerkonten und Benutzerrechte, allgemeine Freigaben u. dgl. zuweist, was eine zentrale Verwaltung des Netzwerks erst ermöglicht. Andere Server stellen z. B. ein elektronisches Postamt zur Verfügung, in dem der gesamte e-Mail-Verkehr des Netzwerks geregelt und zwischengespeichert wird. So können ausgeschaltete Rechner gleichwohl laufend Post empfangen; sobald sie wieder in Betrieb sind, holen sie sich die eingegangenen Sendungen vom Postamt-Server. Oder ein Server dient der Verwaltung und Ansteuerung externer Geräte wie Netzwerkdrucker, Faxmodem, CD-ROM-Brenner u. dgl. In einem kleineren Netzwerk kann es auch vorkommen, dass ein einziger Server alle diese Aufgaben gleichzeitig wahrnimmt. Solche Server sind meist besonders gut ausgestattete und schnelle Rechner. Im privaten Netzwerk, auch wenn es nur zwei oder drei Rechner verbindet, kann sich der Einsatz eines Servers jedoch bereits lohnen, wobei es schon ein älterer Rechner durchaus tun kann. Wenn z. B. noch ein älterer Rechner mit einem alten 80486er-Prozessor vorhanden ist, kann es durchaus lohnen, diesen wieder in Betrieb zu nehmen und als Postamt-Server, Drucker-Server und Modem-Server einzusetzen. Das entlastet die anderen, moderneren Rechner von dieser Routine-Arbeit im Hintergrund, und der alte Rechner ist immer noch leistungsfähig genug für solche Aufgaben.