Es gibt besondere Netzwerkkarten, die keine Kabel verwenden, sondern in einem besonderen Frequenzbereich eine Funkverbindung herstellen. Dieser Frequenzbereich gehört übrigens (jedenfalls in den meisten Ländern) zum freien, ohne Konzession und Gebühr für jedermann nutzbaren Bereich. Solche Netzwerkkarten werden wie gewöhnliche Netzwerkkarten eingebaut, ein Treiber muss danach installiert werden. Es gibt auch PCMCIA-Ausführungen für Notebooks, was übrigens die immer mehr vorherrschende Variante wird, die die Funk-Karten zum Einbau allmählich verdrängt. Die Konfiguration beider Kartentypen erfolgt gleich wie bei Netzwerkkarten und mit den gleichen Problemen. Hinzu kommt u. U. noch, dass an den Karten vorhandene Antennen ausgerichtet oder die Geräte umgestellt werden müssen, um die Funkverbindung zu garantieren. Eventuell muss auch in der Konfiguration sichergestellt werden, dass sich die richtigen Karten über Funk verbinden. Es gibt auch Einsteigersets, die zwei Karten enthalten, die schon voreingestellt sind und die Installation so natürlich vereinfachen. Die Geschwindigkeit beträgt zwischen 1 und ca. 8 Mbit/sek, was verhältnismässig langsam ist (schnellere Funkverbindungen sind heute noch seltener und etwas teurer als die langsameren). So empfiehlt sich die Funk-Netzwerkverbindung dann, wenn eine Kabelverbindung unmöglich ist. Das kann z. B. dann sein, wenn auf einem grösseren Gelände oder in einer Fabrikhalle u. dgl. Mobilität gefragt ist, dennoch aber eine Netzwerkverbindung garantiert sein muss, oder wenn z. B. zwei benachbarte Gebäude verbunden werden sollen, ohne dass eine Leitung verlegt werden kann u. dgl. Die Reichweite ist ähnlich wie bei drahtlosen Telephonen, also etwa 100 bis 300m, je nach dem, wie die Verhältnisse für die Funkübertragung sind. Mauern, insbesondere Stahlbetonmauern, alle Arten Metall und andere Funkhindernisse beeinträchtigen die Funkverbindung und mindern die Reichweite. U. U. werden dann externe Antennen oder andere Hilfsmittel erforderlich.