Die einfachsten Programme dienen nur dem Kopieren von Dateien zwischen zwei Rechnern. Es kann sich dabei um Kopierprogramme oder sogar nur um ins Betriebssystem eingebaute Kopierfunktionen handeln. Etwas besser ausgestattete Kopierprogramme erlauben Funktionen wie das Kopieren ganzer Ordner, bestimmter Dateien nach Auswahlkriterien wie Alter, Grösse u. dgl. Eine ähnliche Funktion erfüllen Terminalprogramme. Diese sind eigentlich dazu gedacht, den Bildschirm eines entfernten Rechners darzustellen. Sie funktionieren nur mit Datenfernübertragungs-Verbindungen wie Modem-Verbindungen, seriellen Verbindungen u. ä. Alles, was auf dem entfernten Rechner auf dem Bildschirm erscheint, erscheint auch im Terminal-Programm; was ins Terminal-Programm eingegeben wird, wird auch auf den entfernten Rechner übertragen. Dies ermöglicht eine beschränkte Fernsteuerung entfernter Rechner sowie das Kopieren von Dateien. Schon mehr Funktionen bieten sogenannte Dateicommander. Sie sehen ähnlich aus wie der Windows-Explorer. In einem oder mehreren Fenstern werden Dateien angezeigt, die mit verschiedenen Befehlen gestartet, verschoben, kopiert, umbenannt, ausgedruckt und auf andere Weise beeinflusst werden können. Dateicommander bieten oft auch Funktionen, mit denen Verbindungen zu anderen Rechnern hergestellt oder genutzt werden können. Damit lassen sich dann komfortabel Dateien kopieren, verschieben, nach bestimmten Kriterien auslesen, aber auch Dateien auf fremden Druckern ausdrucken u. ä. Eine Weiterentwicklung dieser Programme sind die eigentlichen Kommunikationsprogramme, die eine Verbindung zwischen zwei Rechnern herstellen und den Inhalt des eigenen sowie des fremden Rechners in einer Dateicommander-ähnlichen Oberfläche darstellen. Sie erlauben dann oft noch mehr und bessere Funktionen. Das Problem beider Programmtypen besteht aber darin, dass von ausserhalb dieser Programme nicht auf die Verbindungen zugegriffen werden kann. Eine noch weiter ausgebaute Form dieser Programme sind Remote-Access- und Remote-Control-Programme, die die vollständige Fernsteuerung und Fernwartung eines anderen Rechners erlauben. Die Nachteile der bisher genannten Programme beheben eigentliche Netzwerkprogramme bzw. Netzwerkbetriebssysteme. Sie sind heute meist schon in den Betriebssystemen eingebaut, können aber - besonders für anspruchsvolle Netzwerke und Sonderfunktionen - auch als eigenständige Systeme erworben werden. Sie lassen nicht nur höhere Übertragungsgeschwindigkeiten zu, sondern ermöglichen auch den Zugriff auf die entfernten Rechner über die normalen Funktionen des Betriebssystems. Ausserdem bieten sie weitere Funktionen wie Zugriff auf Drucker, Laufwerke, Modems und andere Zusatzgeräte an entfernten Standorten, gemeinsamen Zugriff auf Internet-Zugänge, e-Mail und Instant-Message im Netzwerk und anderes mehr. Mit speziellen Workgroup-Programmen oder mit sogenannter Groupware sind auch spezielle Funktionen möglich wie Führung eines gemeinsamen Kalenders, Adressbuchs u. ä., die gleichzeitige Arbeit an gemeinsam genutzten Dateien, Projekten und dergleichen. Nicht zu vernachlässigen sind auch die Sicherheitsfunktionen, die in Netzwerkprogramme eingebaut sind. Besonderes Augenmerk erfordern sodann die Treiber und Protokolle, ohne die nichts läuft. Treiber sind Programme, die die Verbindung zwischen den Übertragungseinrichtungen und dem Betriebssystem herstellen, die gleichsam diese Übertragungseinrichtungen antreiben. Sie müssen stets in der richtigen Version vorhanden sein und korrekt konfiguriert werden. Die Protokolle regeln die Art und Weise, wie über eine Verbindung kommuniziert wird. Auch sie müssen immer korrekt konfiguriert sein, damit sich verschiedene Rechner überhaupt verstehen.